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Die Geschichte der Firma Reutter von 1906 bis 1950
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Wilhelm Reutter
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Albert Reutter
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1906 |
Wilhelm Reutter gründet in der Stuttgarter Schloßstraße seine Karosseriefirma für Automobile.
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1907 |
Das Unternehmen wird als "Wilhelm Reutter Karosserie- und Radfabrik" eingetragen und siedelt in die Stuttgarter Reuchlinstraße um.
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1908 |
Die Firma heißt mittlerweile "Stuttgarter Karosseriewerke Reutter & Co" und residiert in der Stuttgarter Augustenstraße.
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1909 |
Albert Reutter tritt als kaufmännischer Leiter ins Unternehmen ein |
1912 |
Vorstellung der patentierten "Reutter's Reform-Carosserie" mit einer besonders stabilen und winterfesten Verdeckkonstruktion.
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1918 |
Wilhelm Reutter zieht -Iht sich aus Gesund heitsgründen aus dem Unternehmen zurück. Die Firma fertigt nach Kriegsende zunächst Möbel.
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1921 |
Beginn der Fertigung von Kleinserien für renommierte Automobilunternehmen. |
1932 |
Großauftrag von Auto-Union zur Fertigung von Karosserien für Fahrzeuge der Marke Wanderer (ca. 30 Stück pro Tag). Reutter hat rund 400 Mitarbeiter.
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1935 |
Auftrag von Porsche zur Produktion des VW Käfer-Prototyps. |
1937 |
Bau des Karosseriewerkes Zuffenhausen mit modernstem Maschinenpark. |
1938 |
Herstellung einer ersten Kleinserie von 40 VW Käfern. Reutter hat 800 Mitarbeiter. |
1939 |
Wilhelm Reutter stirbt. |
1942 |
Otto Reutter, für die Nachfolge in der Firmenleitung vorgesehen, fällt in Rußland.
Die wichtigsten Maschinen werden beschlagnahmt und in die Rüstungsproduktion überführt.
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1944 |
Bei einem Luftangriff auf Stuttgart wird das Stammwerk in der Augustenstraße schwer beschädigt. Albert Reutter und sein in der Geschäftsleitung tätiger Schwiegersohn Theodor Koch werden schwer verletzt und sterben beide wenig später.
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1945 |
Reutter hat noch 94 Mitarbeiter. Statt der Fertigung von Produkten werden Reparaturarbeiten übernommen.
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1948 |
Aufträge für Postfahrzeuge und Omnibusaufbauten sorgen für eine gute Beschäftigungslage. Reutter hat bereits wieder 200 Mitarbeiter.
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1949 |
Von Porsche kommt der Großauftrag zur Produktion kompletter Karosserien für den neuen Sportwagen
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Die Herstellung von Automobilkarosserien hatte Anfang des Jahrhunderts sehr viel mit
Handarbeit zu tun: Flaschner, Wagner, Sattler, Schmiede und Lackierer waren
beschäftigt, wenn es galt, ein individuelles Fahrzeug zu fertigen. Im Stuttgarter
Westen, mitten im Wohngebiet, hatte Reutter an der Augustenstraße seinen
Stammsitz. Hier erarbeitete sich das Unternehmen zwischen 1906 und 1925 den Ruf,
einer der führenden Produzenten von Einzelanfertigungen in Deutschland zu sein.


Die Gründerzeit war die Zeit der wunderschönen Karosserien - und Reutter wurde zum anerkannten Spezialhersteller. In den 20er Jahren etablierte man sich als der Anbieter für Einzelanfertigungen in Deutschland schlechthin. Nach dem Ersten Weltkrieg kam dann der entscheidende Aufschwung: Dank völlig neuer Aufgabenstellungen machte sich das Unternehmen als Hersteller hochwertiger Kleinserien einen Namen -für Adler, Ansaldo, Austro-Daimler, BMW, Bugatti, Buick, Fiat, Horch, Maybach, MercedesBenz, NSU, Opel, Wanderer und andere. Besonders gefragt war das handwerkliche Geschick der Reutter-Mitarbeiter bei Herstellung von Prototypen.


Die 40er Jahre waren für Reutter zum einen von Zerstörung und Verlusten an führenden Persönlichkeiten gekennzeichnet. Zum anderen profilierte sich das Unternehmen in diesem Zeitraum aber auch als Spezialist für Prototypen aller Art.
Der erste VW Käfer wurde im Auftrag von Prof. Ferdinand Porsche von Reutter gebaut, und auch die erste Kleinserie von 40 Autos kam aus Stuttgart.

1949 brachte für Reutter den Entscheidenden Aufschwung: Ein Großauftrag von Porsche sicherte dem Unternehmen die Produktion aller Karosserien des neuen, erfolgreichen Sportwagens. 15 Jahre lang stellte Reutter in Stuttgart-Zuffenhausen Porsche-Karossen her - inklusive Innenausstattung und Sitzen.
Die enge Anbindung an einen großen Kunden brachte allerdings auch Probleme mit sich, die 1963 schließlich dazu führten, daß Porsche das Karosseriewerk in die eigene Regie übernahm.
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