|
Wagner-Werkstatt
- dem Auwärter-Museum gestiftet von Herrn Hahne -
|
Entstehungsjahr
|
ca. um 1920 |
Nummer: |
0553
|
|
|
|
|
|
Vita:
Hölzerne Ackerwagen, Karren und
Schlitten gibt es heute nur noch im Museum.
Hergestellt wurden sie vom Wagner auch Rademacher oder Stellmacher
genannt
– heute ein weitgehend ausgestorbenes Handwerk. Dabei gab es den Wagner
bis
zur Einführung von industriell erzeugten Fahrzeugen, Maschinen und
Werkzeugen
aus Metall in nahezu jedem Dorf. Er stellte nicht nur Wagen und Karren
her,
sondern auch landwirtschaftliche Geräte aller Art, wie Pflüge, Eggen,
Rechen,
Heugabeln und Dreschflegel, Baum- und Stehleitern.
Ein Dorf ohne Produkte des Wagners war nicht denkbar.
Mitte des vergangenen Jahrhunderts begannen Fabriken mit der Herstellung
gummibereifter Fahrzeuge. Das verursachte einen raschen Niedergang der
Wagnerei. Mit der Entwicklung des Automobils wurde das klassische
Arbeitsfeld
des Wagners mehr und mehr verdrängt.
Heute gilt das Wagnerhandwerk für viele als ausgestorbener Beruf. Das
ist
allerdings nicht die ganze Wahrheit, denn als Nischenberuf besteht die
Wagnerei
weiterhin und man kann sich noch immer offiziell ausbilden lassen. Das
Berufsbild
hat sich dabei allerdings gewandelt. Heutzutage stellen Wagner
Sportgeräte,
Hochzeitskutschen und Kirmeswagen her. Nicht nur mit Holz wird
gearbeitet,
sondern auch mit Metallen und Kunststoffen, wobei neben traditionellen
Werkzeugen auch moderne Maschinen zum Einsatz kommen.
.
|
|